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Red Cocks sind erstmalig Tabellenletzter in der Regionalliga Ost

Auch im dritten Auswärtsspiel sind die Red Cocks als Verlierer vom Platz gegangen. Mit 40:09 mussten sich die Red Cocks gegen den Aufsteiger aus Potsdam geschlagen geben. Die im Vorfeld des Spiels positiven Erwartungen aus der Umstellung im Frankfurter Angriff haben nicht die erwünschten Impulse freigesetzt, doch spiegelt das Ergebnis nicht den Leistungsunterschied beider Teams wieder.

Die viel zu hohe Fehlerquote ist den Red Cocks wieder zum Verhängnis geworden. Gleich im zweiten Spielzug hat Runningback Christian Göge einen Ballverlust verschuldet und eröffnete damit ein wahres „Festival“ von zahlreichen individuellen Fehlern, die sich über das gesamte Spiel verteilten. Eingeschlossen dabei solch gestandene Spieler wie Runningback Alexander Philipp, der z. B. einen Punt zwar berührte aber nicht sichern konnte und damit den Königlichen aus Potsdam den Ball quasi schenkte. Nur drei Spielzüge nach dem ersten Ballverlust gelang den Potsdamern durch einen Fehler in der Passverteidigung die Führung. Der schlechte Zusatzkick der Royals ging gerade so noch durch die Stangen und brachte die Red Cocks mit 07:00 in Rückstand. Im anschließenden Drive des Frankfurter Angriffs zeigte sich, dass die Umstellung auf der Position des Quarterbacks eine Verbesserung für den Angriff war. Quarterback Patrick Krüger konnte den Druck in den Spielzügen sehr gut verteilen und brachte im 13. Spielzug den Pass goldrichtig auf Wide-Receiver Tobias Brettschneider an, der einen Fehler des Gegenspielers ausnutzte und den Ball sicher aus der Luft pflückte. Mit dem erfolgreichen Zusatzkick von Christoph Graf war der Spielstand vorerst ausgeglichen. Gerade diese Angriffserie hatte gezeigt, dass die Red Cocks in der Lage waren, dass Spiel auch für sich zu entscheiden. Doch nur 5 Spielzüge später konnte der gegnerische amerikanische Quarterback eine Lücke in der Frankfurter Verteidigung finden und die Royals in Führung bringen. Ein sehr schlechter Zusatzkick verhinderte den weiteren Ausbau der Führung.

Bis zur Halbzeit war das Spiel sehr ausgeglichen, eher mit der Tendenz an Vorteilen für die Red Cocks, nur konnten die Spieler sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung die Chancen nicht nutzen. Mit der Hoffnung einige Aktionen auch erfolgreich in Punkte zu wandeln, gingen die Red Cocks in die Halbzeitpause. Doch zum Anpfiff der zweiten Halbzeit und bis zum Ende des Spiels war davon nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil ging es kontinuierlich bergab. Fast jeder Angriff der Potsdamer endete mit einem Touchdown, der vorrangig durch die Luft ging. Zwar kämpften die Defense Line und die Linebacker aufopferungsvoll, doch im Backfield war die Unerfahrenheit einiger junger Spieler noch deutlich zu merken. Hinzu kam der verletzungsbedingte Ausfall einiger Red Cocks-Spieler. Gute Aktionen von einigen Spielern, wie ein Pass mit anschließendem Lauf über rund 70 Yard bis kurz vor die Endzone von Oliver Dietze oder ein Catch aus der Luft über 30 Yard von Ronny Koschwitz, wurden wenige Augenblicke später von anderen oder demselben Spieler wieder zu Nichte gemacht. Diesen Fakt haben die eingekauften Legionäre von Potsdam eiskalt ausgenutzt und für einen sicheren Sieg der Gastgeber von 40:09 gesorgt. Einziger Höhepunkt der Red Cocks in der zweiten Halbzeit war ein 95 Yards-Return von Christoph Graf nach einem geblockten Zusatzkick der Potsdamer nach einem Touchdown. Christoph Graf wird das Team in der nächsten Woche verlassen, da er im Zuge seiner beruflichen Weiterbildung in der Sportwissenschaft eine Tätigkeit an einer amerikanischen Hochschule aufnimmt. Die Red Cocks wünschen auf diesem Wege viel Erfolg und würden sich freuen, wenn er im nächsten Jahr wieder im Red Cocks-Trikot aufläuft.

„Mit der Niederlage gegen die Potsdamer stecken wir natürlich jetzt erst richtig im Abstiegskampf!“, muss Manager Stephan Bandke ohne Ausreden anerkennen. „Für die restlichen Partien heißt es alle Kräfte zu mobilisieren und Tatsachen zu schaffen, dass der mögliche Abstieg von der Tagesordnung kommt. Größtes Problem wird es sein, die verletzungsbedingten Ausfälle zu kompensieren. Offense Line-Starter Gregor Unglaube wird wahrscheinlich für den Rest der Saison ausfallen! Es gibt viel zu tun! Mit entsprechender Konzentration im Spiel und der notwendigen Wahrnehmung von Aufgaben im Spiel und vor allem im Training sollte der Abstieg jedoch kein Thema sein“, ist die kleine Aussicht von Stephan Bandke für die nächste Zeit.

eingetragen am: 04.08.2010 21:44 Uhr
geschrieben von: Red Cocks

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