In einer konstruktiven Gesprächsrunde zwischen dem Sport- und Schulverwaltungsamt und dem Vorstand der Red Cocks am 04.05.2010 wurde dem Verein für die Saison 2010 eine Ausweichstätte für das gesperrte Stadion der Freundschaft präsentiert. Der Spielbetrieb in diesem Jahr soll demnach auf der Sportanlage am Buschmühlenweg 155 realisiert werden. Damit müssen die Red Cocks nur rund 750 m per Luftlinie vom Stadion der Freundschaft "wegziehen". Die Sportanlage umfasst zwei Rasenflächen, zwei kleinere Rasenfläche, einen Hartplatz und ein Sozialgebäude.
Auf jeden Fall müssen sich die Beteiligten und die Zuschauer auf Veränderungen einstellen. "Für die Zuschauer der zukünftigen Spiele stehen keine Sitzplätze zur Verfügung. Ein Teil der Zuschauer wird das mit Sicherheit nicht vermissen, da die Sitzplätze im Stadion der Freundschaft sowieso im schlechten Zustand sind. Wegen der nicht ausreichenden Umkleidemöglichkeiten in dem Sozialgebäude können sich dort nur die Gastmannschaften und die Schiedsrichter umkleiden! Unsere Teams werden sich wie bisher auf dem Stadiongelände umkleiden und sich dann als geschlossene Einheit zum Platz bewegen. Vielleicht kann der Weg auch gleich zum Aufwärmen der Spieler von den Trainern genutzt werden!", fasst Manager Stephan Bandke die Veränderungen kurz zusammen. Welche kleinere Veränderungen es noch geben wird, kann man erst zum ersten Spieltag am 22.05.2010 sehen, wenn die Cottbus Crayfish zum Brandenburg-Derby in der Regionalliga-Ost und die Jugendmannschaft des Zweitligisten Magdeburg Virgin Guards in der Jugend-Aufbauliga erwartet werden.
In den nächsten Tagen wird der Vorstand mit der Stadt noch eine Vor-Ort-Begehung durchführen, um die örtlichen Bedingungen genau zu erfassen. "Nach der örtlichen Begehung müssen wir intern den Spieltag durchspielen, damit wir auch alle Dinge berücksichtigen, die vorher im Stadion der Freundschaft selbstverständlich waren! Auf jeden Fall ist jedes Vereinsmitglied in dieser Saison zusätzlich gefragt!", ist die Aussicht, die Präsident und Mannschaftsarzt Karsten Fischer als Arbeitsrichtung für die nächsten Tage vorgibt. Im gleichen Atemzug betont er jedoch auch, dass der Verein und natürlich die Spieler sehr froh über diese pragmatische und schnelle Lösung sind und damit wieder Planungssicherheit sowie eine störungsfreie Vorbereitung gewährleistet werden. Dafür sprechen die American Footballer der Red Cocks ihren ausdrücklichen Dank an die entsprechenden Ämter in der Stadtverwaltung aus.
"Sicher ist aber auch, dass die jetzige Lösung keine Lösung für die Zukunft sein kann. Die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt (Oder) sind gefragt, mit den Vereinen für die kommenden Jahre alsbald, und nicht erst kurz vor der nächsten Saison, eine realistische und nachhaltige Lösung zu finden, mit der beide Seiten leben und überleben können!", fasst Manager Stephan Bandke den aktuellen Stand zusammen. |