Die Frankfurter Red Cocks haben den Sprung auf Platz 1 der Regionalliga im American Football verpasst. Im Spitzenspiel unterlagen sie bei den Magdeburg Virgin Guards mit 15:22. Dabei gelang es den Gastgebern erst knapp eine Minute vor Schluss, mit einem Touchdown-Pass die Partie für sich zu entscheiden.
Nach der wohl längsten und fehlerhaftesten Eröffnung eines Spiels in der Geschichte der Regionalliga Ost durch einen Stadionsprecher folgte der kurze Kick-Off-Return der Red Cocks. Der Frankfurter Angriff ging an der eigenen 30-Yards-Linie an den Start, war jedoch gezwungen, nach drei erfolglosen Angriffsversuchen den Ball mit einem Befreiungsschlag an die gegnerische 30-Yards-Linie zu kicken. Dem Magdeburger Angriff gelang dank einer noch unaufmerksamen Frankfurter Verteidigung der bessere Start. Ein Touchdown-Pass brachte die ersten Punkte.
Nach einem erfolgreichen Kick-Off-Return der Red Cocks an die Mittellinie kam die Frankfurter Offensive zur zweiten Angriffsserie aufs Feld und zeigte mit mehreren Aktion im Pass- und Laufspiel, dass die Magdeburger Defense beherrscht werden kann. Jedoch sorgte ein Ballverlust von Quarterback Tobias Brüning dafür, dass die Guards wieder in Ballbesitz kamen. Der Frankfurter Verteidigung gelang es, die Magdeburger schnell zu einem Befreiungsschlag zu zwingen. Bei einer weiteren Unaufmerksamkeit der Gäste brachten die Einheimischen erfolgreich einen Trickspielzug an und ver- schafften sich neue Angriffsversuche in der Hälfte der Red Cocks. Danach dominierten bis zur Pause die Defensivreihen.
Den besseren Start in die 2. Halbzeit hatten die Gäste, als sie nach einem verunglückten Snap der Guards an der gegnerischen 20-Yards-Linie in eine sehr gute Angriffspositionen kamen. Diese Chance nutzten die Red Cocks nach mehreren Spielzügen mit einem erfolgreichen Quarterback-Sneak durch Tobias Brüning. Beim Zusatzkick misslang zwar der Snap auf Holder Alexander Philipp, der aber blitzschnell reagierte und noch einen Pass auf Patrick Krüger anbringen konnte. Mit dieser Zwei-Punkte-Conversion gingen die Hähne in Führung.
Diese hielt allerdings nicht lange. Wenige Augenblicke später fand der Magdeburger Runningback Jerell Jones eine Lücke in der Verteidigung und erlief mit knapp 50 Yards einen Touchdown für die Virgin Guards. Unbeeindruckt dieses weiteren Touchdowns kämpfte sich der Frankfurter Angriff im letzten Viertel über das Feld und erzielte vier Minuten vor Ende der Partie mit einem erneuten Touchdown-Lauf und erfolgreichen Zusatzkick die 15:14-Führung.
Die Magdeburger setzten nun alles auf Angriff und fanden eine Minute vor Schluss die Lücke in der Verteidigung, die sie zum Touchdown nutzten. Durch eine technische Strafe der Red Cocks wurde beim Zusatzversuch die Distanz zur Endzone halbiert, was den Magdeburger die erfolgreiche Umsetzung eines Zwei-Punkt-Versuches erleichterte und den Endstand von 22:15 besiegelte.
Die letzten Angriffsbemühungen der Red Cocks blieben ohne Erfolg. Um doch noch Regionalligameister zu werden, müssen die Oderstädter das Rückspiel mit mindestens acht Punkten Differenz gewinnen.