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Zum zweiten Heimspiel in der Regionalliga Ost empfangen die Frankfurt Red Cocks am Sonnabend um 16 Uhr Aufsteiger Berlin Bears im Stadion der Freundschaft. Die Hauptstädter sind ein Football-Traditionsverein und können bereits auf eine 24-jährige Geschichte mit Höhen und Tiefen zurückblicken.
Die Berliner Bären erlebten im Männerbereich in der Vergangenheit Glanzzeiten, aber auch etliche Tiefpunkte. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga (1989) verpassten die Hauptstädter 1992 und 1993 nur hauchdünn die 1. Bundesliga. Danach zogen sich zahlreiche Spieler zurück. Es folgte eine lange Durststrecke für den Verein. Höhepunkt war der 15. Juli 2000, als die Bears ihr Männerteam wenige Minuten vor dem Regionalliga-Heimspiel gegen die Red Cocks sogar gänzlich vom Spielbetrieb zurückzogen.
Erst im Jahr 2007 startete das Team um Cheftrainer Marcus Döbler wieder in den Spielbetrieb, marschierte seitdem kontinuierlich aus der Verbandsliga Ost in höhere Gefilde, bis im Vorjahr endlich die Rückkehr in die Regionalliga Ost erreicht wurde.
Ein weiterer Durchmarsch in die 2. Bundesliga dürfte allerdings eher unwahrscheinlich sein, obwohl die Berlin Bears bei vielen Insidern auf der geheimen Favoritenliste für die Meisterschaft standen. Doch mit den Niederlagen gegen die Mitfavoriten Leipzig Lions (12:20) und Magdeburg Virgin Guards (37:18) ist die Meisterschaft bereits in weite Ferne gerückt.
Für den Berliner Headcoach Marcus Döbler gibt es am Sonnabend ein Wiedersehen mit seinem Lehrer Andreas Reichel, der seit dieser Saison das Zepter bei den Frankfurtern schwingt. "Unsere langjährige Freundschaft wird lediglich während des Spiels ruhen, weil jeder von uns heiß auf den Sieg ist", sagt Döbler, der sich als Trainer noch in der Lernphase befindet. Trotzdem will er sich an der Oder keinesfalls eine Lehrstunde abholen, hat stattdessen massiven Widerstand angekündigt.
Doch darauf ist das Frankfurter Team um Headcoach Andreas Reichel bestens vorbereitet. Die Spiele der Berliner wurden ausgiebig ausgewertet und die notwendigen Vorbereitungen für ein erfolgreiches Heimspiel getroffen. Der "Hähne"-Angriff befindet sich in guter Form, konnte in beiden Spielen gegen die Leipzig Lions mehr als 80 Punkte erzielen. Gelingt es den Mannen um Quarterback Tobias Brüning, auch noch die letzten Unstimmigkeiten im Pass- und Laufspiel abzustellen, wird der Frankfurter Angriff für die Berlin Bears nur schwer zu stoppen sein. Den größten Nachholbedarf haben die Red Cocks in der Verteidigung. Die zuletzt in Leipzig gebotene Leistung in der zweiten Halbzeit macht jedoch Hoffnung. Mit einem Sieg gegen die Berliner wollen sich "Hähne" noch deutlicher in die Regionalligaspitze absetzen, um im Kampf um die Meisterschaft Konkurrent Magdeburg keinen Spielraum zu gewähren.
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