Die Red Cocks konnten am Samstag das Rückspiel bei den Mit-Ligafavoriten Leipzig Lions mit 41:27 nach einer guten zweiten Halbzeit gewinnen. Zur Pause führten die Gastgeber von der Messestadt mit 21:14.
Den besseren Start in der Partie hatten eindeutig die Lions g und erzielten mit einem Touchdown-Lauf und erfolgreichen Zusatzkick die ersten Führung in der Partie(07:00). In der darauffolgenden Frankfurter Angriffsserie unterlief im ersten Spielzug bei der Ballübergabe vom Center Mathias Böhm zum Quarterback Tobias Brüning gleich ein Fumble. Der freie Ball konnte glücklicherweise durch die Frankfurter Offense gesichert werden und war der Start für ein gutes Angriffspiel in Richtung der Leipziger Endzone. Quarterback Tobias Brüning kam mit einem eigenen Lauf bis 3 Yards vor die gegnerische Endzone und erwirkte damit vier neue Versuche und läutete das Ende des ersten Viertel bei auslaufender Uhr ein. Im dritten Versuch gelang den Red Cocks der Anschluss mit einem wunderschönen Pass auf Daniel Vöhringer. Den Zusatzkick zum Ausgleich besorgte Tobias Brüning(07:07).
Mit einer guten Passverteidigung gelang es der Hähne-Defense die Angriffsbemühungen schnell zu stoppen und die Lions zu einem Punt zu zwingen. Durch eine Unaufmerksamkeit der Hähne-Defense wurde der Trick-Spielzug der Leipziger zu spät erkannt und brachte einen weiten Lauf über das gesamte Feld ein. Im Anschluss gelang den Lions mit einem erneuten Touchdown-Lauf über die linke Seite die erneute Führung(13:07). Den Zusatzkick verschossen die Lions. Unbeeindruckt von dieser Tatsache spielte der Frankfurter Angriff voll auf. Mit guten Läufen und Pässen wurde der benötigte Raumgewinn erzielt. Den erfolgreichen Abschluss setzte dann Fullback Carsten Hoff nach einem 5 Yards Lauf in die gegnerische Endzone. Durch den erfolgreichen Zusatzkick gingen die Red Cocks erstmalig in der Partie in Führung(13:14).
Mit rund 40 Sekunden auf der Uhr vor der Halbzeitpause war der Leipziger Angriff wieder am Zuge. Den gestarteten Pass-Spielzug hätte die Frankfurter Verteidigung im tiefen Backfield beinah durch einen Quarterback-Sack beenden können, doch gelang es dem gegnerischen Quarterback sich aus der brenzligen Situation zu befreien, einen Pass anzubringen und fand zur Überraschung der Hähne-Defense die Lücke. Die Situation wurde von einigen Akteuren der Defense zu spät erkannt und der Leipziger Passempfänger nutzte die Chance zum Lauf in die Endzone der Red Cocks. Wegen des verschossenen Kick beim zweiten Touchdown entschlossen sich die Lions zu einem Zwei-Punkt-Versuch. Dieser konnte erfolgreich absolviert werden und beschloss die dritte Führung für die Lions und den Halbzeitstand von 21:14.
In der Halbzeitpause war für das heimische Publikum und Beobachtern im Stadion des Friedens klar, dass der Sieger der Partie mit Sicherheit Leipzig Lions heißen wird. Diese Sicherheit war aber bei den Trainern der Lions und den Red Cocks nicht vorhanden. Entscheidender Garant für den Erfolg war für beide Teams die Defense. In der Offense waren beide Teams gut aufgestellt und zeigten eine sehr solide Leistung.
Den Anfang in der zweiten Halbzeit machte der Leipziger Angriff. Im zweiten Spielzug fälschte ein Leipziger Passempfänger den Ball ab und leitete den Ball in Richtung Defense-Spieler Christoph Graf weiter, der die Einladung zum Abfangen des Balls dankend annahm. Gut 35 Yards vor der Endzone der Leipziger war der Frankfurter Angriff am Zuge. Runningback Alexander Philipp brachte den Ball mit einem Lauf bis 9 Yards vor die gegnerische Endzone und holte vier neue Versuche heraus. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit fing Wide-Receiver Daniel Vöhringer im zweiten Spielzug den Ball in der gegnerischen Endzone und der erfolgreiche Zusatzkick besiegelte den erneuten Ausgleich in der Partie durch die Red Cocks(21:21).
Mit einer guten Defense-Arbeit gelang es den Hähnen die erneuten Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken und den Ball gut 25 Yards vor der eigenen Endzone nach einem Befreiungsschlag der Lions zurückzuerobern. Mit guten Läufen und Pässen war man wieder schnell vor die gegnerische Endzone gelangt. Fullback Carsten Hoff konnte mit einem Lauf den Ball rund 40 cm vor die Goal-Line tragen und verletzte sich bei dem Spielzug so schwer, dass die Partie für ihn beendet war. Den restlichen Raumgewinn für den Touchdown besorgte Quarterback Tobias Brüning mit einem Sneak selber und brachte auch den Zusatzkick erfolgreich an(21:28).
Erneut war die Defense-Arbeit der Red Cocks ausschlaggebend, dass die Lions zu einem erneuten Punt gezwungen wurden und das Angriffsrecht an die Red Cocks abgeben mussten. Mit guten Läufen durch Alexander Philipp und Tobias Brüning war man der gegnerischen Endzone sehr nah, so dass wieder ein Sneak von Tobias Brüning für einen weiteren Touchdown ausreichte(21:34). Nur war diesmal der Zusatzkick nicht vollständig.
Bei knapp sieben Minuten verbleibende Spielzeit waren die Lions erheblich unter Zugzwang, um die Partie noch zu gewinnen. Mit einem erfolgreichen Pass kam man zwar gut 20 Yards an die Endzone der Red Cocks heran, jedoch musste man nach weiteren erfolglosen Passversuchen den Ball doch an die Red Cocks abgeben. Aber auch hier zeigte der Frankfurter Angriff Nerven und musste den Ball nach einem misslungenen Punt etwa 40 Yards vor der eigenen Endzone abgeben. Durch eine persönliche Strafe von Line-Spieler Oliver Dulz gut zwei Minuten vor dem Partie-Ende kam der Leipziger Angriff bis 9 Yards an die Endzone der Red Cocks vor. Diese Chance nutzen die Lions eiskalt aus und verkützten mit einem Touchdown-Pass auf 27:34. Durch übertriebene Härte und einen Auswechselfehler war die Entfernung für den Zusatzkick zu weit und ein erfolgreicher Kick unmöglich.
Mit einem erfolgreichen Onside-Kick beim Kick-Off der Lions gut eine Minute noch zu spielen, hätten man noch Chancen auf einen Sieg oder Unentschieden haben können. Dieses Vorhaben konnte aber das Return-Team der Red Cocks verhindern. Die restliche Spielzeit nutzen die Red Cocks für weitere Punkte und erhöhten mit einem weiteren Lauf von Quarterback Tobias Brüning auf 27:40. Mit seinem erfolgreichen Zusatzkick besorgte er den Endstand von 27:41.
Mit 144 Punkten im Hin- und Rückspiel bot sich für alle Anwesende ein sehr anschaulicher Football. Die Frankfurter Defense konnte sich in der zweiten Halbzeit deutlich steigern. Negativ anzumerken waren diverse Unsportlichkeiten auf beiden Seiten der Mannschaften, die von der Schiedsrichter-Crew gut gehandhabt oder besser gesagt, auch manchmal geflissentlich übersehen wurden.
Für die nächsten Spiele der Red Cocks heißt es für jeden Spieler an der Selbstdisziplin, auch bei Provokation, zu arbeiten. Die möglichen Strafen oder Feldverweise schaden nur dem Team und werden von Gästen mit Sicherheit dankend angenommen. |